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22.1.2019 : 8:09 : +0100

Gemeindeleben

Gesprächsreihe Glauben, Denken

"So etwas müsste es öfters geben!" So viele Stimmen nach dem Kirkegaard-Symposion im Frühjahr 2018. Und das hat mir zu denken gegeben. Nicht dahingehend, mehr als ein Symposion pro Jahr zu veranstalten. Aber warum nicht - ergänzend zu dem jährlichen Symposion und unseren Offenen Abenden - den einen oder anderen Themenabend anbieten? Um das zu tun, was wir auch im Symposion miteinander gemacht haben; Anregenden Gedankenspuren nachgehen? Miteinander fragen? Gott und Denken in Verbindung bringen? Aber eben ohne Seminar-Charakter und in zwangloser Folge.
Diesen Ansatz verfolgt nun die neue Gesprächsreihe Glauben, Denken. Eingeladen sind alle, die Freude daran haben, Glaubensfragen denkerisch zu umkreisen!
Der erste Abend widmet sich aus aktuellem Anlass dem diesjährigen Träger des Friedenspreises des Deutschen Buchhandels: dem Ägyptologen Jan Assmann.

Der gewalttätige e i n e Gott. Der Monotheismus in der Kritik Jan Assmanns

Lange Zeit galt der Monotheismus unwidersprochen als Gipfelpunkt der religiösen Menschheitsgeschichte: Musste nicht der Mensch den Glauben an die vielen Götter hinter sich lassen? Denn es kann doch nur den einen geben! Nur so macht der Glaube an Gott Sinn!
In dem vor 3000 Jahren erfolgten Schritt vom Polytheismus hin zum Monotheismus sehen deshalb die meisten Menschen nicht nur eine entscheidende, sonder auch zwangsläufige religiöse Entwicklung.
In seinem 2003 erschienen Buch 'Die Mosaische Unterscheidung. Oder der Preis des Montheismus' hat der hochangesehene Ägyptologe Jan Assmann indessen die Frage nach den Kosten dieser Entwicklung gestellt. Seine verstörende Antwort: Der Preis für die Entwicklung vom Polytheismus zum Monotheismus ist... die religiös motivierte Gewalt! Es sei gerade der Monotheismus, welcher der Welt den gewalttätigen Gott gebracht habe!
Diese Antwort Jan Asmanns hat seinerzeit hohe Wellen geschlagen und sie wird bis heute heftig diskutiert. An diesem Abend folgen wir dem Denkweg und den Thesen Jan Asmanns und stellen uns seiner Kritik:

Wann:
Dienstag, 19. Februar 2019 um 19:30 Uhr
Wo:
Evangelischer Gemeindesaal, Kirchstraße 11.

Ihr Matthias Edit